Die Aufgabe der Markgrafenschule

 

Kinder, die zum Zeitpunkt der Einschulung noch Sprachauffälligkeiten aufweisen, die den Besuch einer Regelschule als unmöglich erscheinen lassen, können auf Wunsch der Eltern in die 1. Klasse der Markgrafenschule aufgenommen werden. Durch die Aufnahme in diese Schule kann für viele Kinder eine negative Schullaufbahn verhindert werden. Dabei versteht sich die Schule als eine "Durchgangsschule", die die Kinder nur solange betreut, wie die Sprachauffälligkeiten bestehen. Um ein reibungsloses Überwechseln in die Regelschule zu ermöglichen, ist der Lehrplan des Förderzentrums Förderschwerpunkt Sprache mit dem der Grund- und Mittelschule identisch. Durch die geringere Schülerzahl in den einzelnen Klassen - sie liegt im Durchschnitt bei dreizehn bis vierzehn Kindern - wird schon im Unterricht eine individuelle Förderung ermöglicht. In Kleingruppen erhalten die Schüler und Schülerinnen zusätzliche Sprachförderung.

In den Klassen der Mittelschulstufe II (7. bis 9. Jahrgangsstufe) ist primär nicht mehr die Rückführung an die Regelschule das Ziel, sondern das Erreichen des Mittelschulabschlusses. Jugendliche mit noch immer starken Sprachauffälligkeiten, meist verbunden mit erheblichen Schwierigkeiten in allen sprachlichen Lernbereichen (Deutsch, Englisch, komplexe Schriftsprachprobleme, u.a.), die in der Regelschule kaum Chancen hätten, können mit unserer Hilfe den einfachen Abschluss der Mittelschule erreichen. Da unsere Schüler der Oberklassen erfahrungsgemäß aufgrund ihrer starken Sprachbeeinträchtigungen auch mit unserer Hilfe kaum den qualifizierenden Abschluss der Mittelschule erreichen, bieten wir diesen Abschluss an unserer Schule nicht an.

 

Die Schule umfasst im Schuljahr 2016/17 insgesamt elf Klassen mit zusammen 144 Schülern und Schülerinnen.